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Grafik: Bewertung 5 Sterne.
26.06.2011 - 03.07.2011

Rundreise Polen mit Masuren

Foto: Jakob Strauß

Reisebericht von:
Jakob Strauß

Anschlussreise zur Tischtennis Senioren EM 2011 in Liberec
Reisebereicht unseres Reisebegleiters Jakob Strauß

(Fotoauswahl zur Reise ganz unten auf dieser Seite)

26.06.2011

Wir starten in Liberec / Reichenberg und fahren über Jablonec / Gablonz und von dort über das Riesengebirge, das Tschechien und Polen, Böhmen und Schlesien trennt. Der Wetterbericht für den heutigen Tag ist nicht besonders gut. Das mit Wolken verhangene Riesengebirge gibt Raum für die Spekulation, wann und wo der Rübezahl auftauchen wird. Die Straße ist gut ausgebaut und wir bemerken kaum, dass wir nach etwa einer Stunde Fahrt die Grenze zu Polen passiert haben ( natürlich ohne Formalitäten ). Wir fahren durch einige Ortschaften, die erkennbar auf den Wintersport ausgerichtet sind.

Nach etwa 30 Minuten erreichen wir Hirschberg / Jelenia Gora. Hier nehmen wir unseren Reiseleiter Jacek auf. Wir sind gespannt, wie er uns empfangen wird. Sofort steigt er ins Thema ein und erklärt eine Reihe von Details für die hier geborenen Langer Brüder. Jürgen Langer ergreift das Mikro und schildert einige Details der Familiengeschichte.

Nun gilt das erste Augenmerk der Vignette für die Straßenbenutzung. Wir fahren fast jede Tankstelle an und erfahren, dass das System Vignette zum Ende Juni ausläuft und die Plaketten ausverkauft sind. Wir sind auf der Strecke nach Breslau / Wroclaw und machen unseren ersten Stopp bei der Jahrhunderthalle, die 1903 in die Baugeschichte eingegangen ist. Eine besondere Attraktion sind die Wasserspiele im Park, die wir bewundern. Wir fahren weiter zur Dominsel, um den Umgebungsbereich des Doms zu besichtigen. Es ist gerade Gottesdienst, wie das am Tag mehrfach in vollen Räumen der Fall ist. Wir haben eine gute, lokale Stadtführerin, die uns gekonnt die Geschichte nahe bringt. Von der Dominsel fahren wir zum alten Zentrum und sind erstmals tief beeindruckt von der sehr positiven Ausstrahlung dieser geschichtsträchtigen Stadt. Nach der Führung haben wir die Möglichkeit, die Gastronomie zu testen und uns zu stärken. Es kommt uns eine freundliche, gastliche Stimmung entgegen, ….. und überall Zwerge in Bronze in der Stadt verteilt, derzeit ein Motto der Stadt. Wir brechen auf und fahren beeindruckt nach Posen / Poznan.
Einige machen noch einen Abend / Nachtspaziergang und kommen begeistert zurück.
Wir übernachten im Hotel Novotel Centrum in Posen

27.06.2011

Das Hotel in Posen / Poznan ist in internationalem Standard gebaut und steht (nicht ganz passend) neben der beispielhaft sanierten und umgestalteten Brauerei. Wir steigen ein und fahren durch die Stadt erfahren wichtige Details der ehemals wichtigen Stadt in Großpolen.
Dann steigen wir in der Stadtmitte aus und machen mit Jacek die umfangreiche Stadtbesichtigung. Eine tolle Stimmung an einem sonnigen Morgen. Wir machen ein Gruppenfoto auf der Treppe des altehrwürdigen Rathauses und genießen das einzigartige Ensemble dieser Stadt. Es umgibt uns eine Wohlfühlatmosphäre. Kaum zu glauben, dass diese Stadt fast völlig zerstört war.
Wir steigen begeistert ein und setzen die Fahrt in Richtung Gnesen / Gniezno, der Wiege, geistigen Zentrums, der Kirche und ersten Hauptstadt Polens. Hier ist die Wirkungsstätte des Hl Adalbert von Prag. Vor 1000 Jahren hat hier die Geschichte Polens begonnen. Wir halten nicht an, hören aber eine Reihe von sehr interessanten Erklärungen über das Römische Reich deutscher Nationen, Kaiser Otto III usw. Hier in Gnesen / Gniezno  beginnt der 400 km lange Jakobsweg ( Großpolen – Niederschlesien ) der über Posen, Bunzlau / Boleslawiec bis Görlitz / Zgorzelec führt.
Wir setzen die Fahrt fort und treffen in der schon von der langen, über die Weichsel führenden Brücke aus interessant wirkenden Stadt Thorn / Torun ein. Diese alte, wunderschöne Handelsstadt wird uns von einer sehr witzigen und engagierten Städteführerin erklärt. Wir erfahren, dass die letzte Jungfrau der Stadt, eine riesige Frauenstatue auf einem markanten Gebäude vermutlich die Unschuld bei den Dachdeckerarbeiten vor einigen Jahren verloren haben könnte. Der schiefe Turm kann auch in Thorn besichtigt werden und dabei gleich der Treuetest an der schrägen Mauer erfolgen. Bei den getesteten Personen waren die Ergebnisse durchweg positiv. Wir konnten auch hier von den laufenden Sanierungsaktivitäten überzeugen und am pulsierenden geschehen im Zentrum der Stadt beteiligen. Der hier geborene Nikolaus Kopernikus ist allerorten präsent und erfährt so die späte Anerkennung. Wir erleben eine der bedeutsamsten und schönsten Städte gotischer Architektur. Die zahlreichen Fotos, die hier geschossen wurden belegen dies. Allein der Besuch des Rathauses hätte sich gelohnt, aber auch der Schandesel, oder die Kinder Künstler Truppe im Zentrum.
Wir verlassen die ehemalige Hansestadt und bewundern nochmals die imposante Weichselbrücke. Der weg führt uns ins Ermland, Land der tausend Seen, und wir stellen fest, wie sich das Landschaftsbild verändert. Die Ebene weicht der Hügellandschaft. Es beginnen die Alleen, die die Straßen säumen und vereinzelt zeigen sich kleinere und mittlere Seen.  Die Vorahnung auf die Landschaft der Masuren beginnt sich zu konkretisieren. Begeleitet von immer wieder interessanten Erklärung kommen wir dann in den Masuren / Mazury an und beziehen im wohl größten Hotelkomplex dieser einigartigen Ferienlandschaft in Nikolaiken / Mikolajki unsere Zimmer. Wir nutzen die Zeit für eine erste Information im und um das Hotel und haben das Gefühl, dass wir hier gut aufgehoben sind.

28.06.2011

Wir haben gut geschlafen und freuen uns am reichhaltigen Umfang und Qualität des Frühstücks im Hotel. Danach machen wir uns auf die Fahrt nach Heiligenlinde / Swieta Lipka und entdecken auf der Fahrt viele Störche, Getreidefelder mit großem Anteil an Mohnblumen und die vielen typischen, kleinen Wohnhäuser der Masuren. Die Kirche Heiligenlinde ist seit einiger Zeit eingerüstet und soll in Kürze wieder in vollem Glanz erstrahlen. Diese Restaurierung wird durch Mittel aus Island, Lichtenstein und Norwegen unterstützt. Nach einem sehr schönen Orgelkonzert mit bewegten Figuren an und um die Orgel und einigen Kirchenliedern führt uns Jacek gekonnt durch die Bildersprache der üppig ausgestatten Kirche. Die große Anzahl von Besuchern in diesem kleinen Ort zeigt den religiösen Stellenwert dieses Marienwallfahrtortes.
Nun machen wir uns auf den Weg zum Kontrastprogramm, zur Wolfsschanze Nähe Rastenburg / Ketrzyn , in der die Geschichte von 1941 bis 1945 wesentlich gestaltet wurde. Wir fahren auf den Besucherparkplatz und und versuchen die unvorstellbare Größe dieser Sicherungsanlage zu begreifen. Fast andächtig lauschen wir den sachlichen Erklärungen von Jacek und versuchen zu verstehen, was hier abgelaufen sein muß. Es ist unvorstellbar, was Machthaber unternehmen, um vermeintliche Sicherheit herzustellen und den grenzenlosen Größenwahn zu leben. Ganz am Ende wird klar, dass es diese absolute Sicherheit nicht geben kann; und dies scheint auch gut so. Es wird noch immer gemutmaßt, warum diese Anlage in der Kriegszeit nicht angegriffen wurde. Die Zerstörung ist von der Regimeführung selbst veranlasst worden. Wir verlassen die Ruinen und setzen uns im ehemaligen Wachgebäude zum Mittagessen. Wir versuchen das Gesehene zu verarbeiten und zu verstehen, was nicht gänzlich gelingen will.
Wir starten zur gemütlich / besinnlichen Rückfahrt durch die masurische Landschaft, vorbei an Seen, durch Alleen – Tunnel und vorbei an Kornfeldern. Wir machen einen Fotostopp und halten die Margaritten, Kornblumen und die Mohnblüten fest. Der Rest des Nachmittags ist für eine Fahrt auf den Seen bei Nikolaiken frei verplant. Wir finden und an Bord ein und erleben eine gemütliche Fahrt bei schönem Wetter und angenehmen Wind. Wir genießen die vorbeiziehende Landschaft und lassen die Seele baumeln. Nach der Rückkehr in Nikolaiken / Mikolajki  tauchen einige noch in den See beim Landungssteg und lassen den Tag ausklingen.

29.06.2011

Heute ist Peter und Paul und wir lassen den besten Fahrer unserer Reise (der einzige), den Peter hochleben, wie das in Polen so üblich ist. Der Namenstag ist hier wichtiger wie der Geburtstag. Wir machen ein Namenstraining und testen so, ob die Namen der Reiseteilnehmer in der Gruppe bekannt sind. Wir fahren in Richtung Johannisburger Heide nach Kruttinnen / Krutyn an den Kruttinna- Fluss und steigen ein zur Stakenfahrt in einer romantischen Landschaft, die zu mehr Zeit zum verweilen einlädt. Hier wird sich der eine oder andere Reiseteilnehmer wieder einfinden und die Eindrücke vertiefen.
Zurück am Bus beobachten wir ein Storchennest, wie es in der Region unzählige gibt und freuen uns am munteren treiben der Aufzucht der Jungvögel. Die Fahrt geht weiter über die nun vertrauten Wege nach Eckertsdorf / Wojnowo, wo wir die typischen Häuser der Altgläubigen bewundern, die hier vor langer Zeit in größerer Zahl gelebt haben. Wir besuchen die Kirche und hören erklärende Worte einer Ordensschwester, die im benachbarten Kloster lebt. Wir bedanken uns mit einer kleinen Spende und singen gemeinsam das Lied „Danke für diesen guten Morgen…“
Wir kommen zum Hotel zurück und haben den Nachmittag zur freien Gestaltung. Einige machen einen Spaziergang in die Stadt, andere fahren mit der Pferdekutsche. Wieder andere leihen sich ein Fahrrad und erkunden die Gegend auf den Radwegen.

30.06.2011

Wir packen die Koffer und starten um 8.00 Uhr zur Abschiedstour durch die Masuren. Schmale Straßen sorgen für ein langsames Tempo und für genussvolle Eindrücke. Störche, weidendes Vieh und Ruhe sind die Markenzeichen dieser Region, die in eine neue Weltwunder – Einstufung kommen soll. Verdient hätte es diese Landschaft. Das Wetter ist uns wieder hold und wir schauen zufrieden nach Deutschland, wo es immer wieder ausgiebig regnen soll. Wir machen einen ungeplanten Stopp in Allenstein / Olsztyn und besichtigen die Burg, die Jakobskirche, ein Conkathedrale, die von Papst Joh. Paul II aufgewertet wurde. Auch hier treffen wir wieder auf N Kopernikus und eine sehr schön gestaltete Innenstadt. Wiederum begeistert steigen wir ein und bedanken uns bei Jacek für die extra Exkursion.
Wir fahren weiter zum Oberlandkanal zu den Rollebergen bei Buchwalde / Buczyniec und werden Zeugen von einer genialen Technikleistung, die hier vor 160 Jahren realisiert wurde. Mit erneuerbarer Energie, ohne Abgas und Lärm wurde die Wasserkraft intelligent eingesetzt und die Wasserstraßen miteinander verbunden. Nach der ausgiebigen Besichtigung und einer kleinen Pause zur Stärkung haben wir die Fahrt fortgesetzt in Richtung einem der Zentren der frühen Geschichte Polens, der Marienburg.
Marienburg / Malbork das dritte Zentrum des Deutschen Ordens hat vor fast 800 mit dem Bau der Burg begonnen und Schritt für Schritt ein beeindruckendes Areal überbaut. Hier war das Zentrum der Christianisierung der Region. Hier an diesem Ort wurde aber auch europäische Geschichte geschrieben. Der Auftrag war hier auch, die Konfessionsgrenze nach Osten zu sichern. Die Preußen hatten hier über einige Zeit eine Kaserne betrieben und erhebliche Veränderungen vorgenommen, die dann Ende des 1900 Jht wieder rückgebaut wurden. Wir haben wieder einen Führer, der uns kurzweilig und bildhaft durch die Burg und die Jahrhunderte bis in die Neuzeit geführt hat. Stark beeindruckt haben uns die Bilder der Zerstörung, die am Ende des zweiten Weltkrieges entstanden sind. Letzte Spuren sind in der Burgkirche noch deutlich sichtbar, da das Konzept für eine mögliche Restaurierung noch völlig offen ist. Diesen Raum als Mahnmal im jetzigen Zustand zu erhalten, schein auch eine gute Möglichkeit zu sein. Auch hier sind in letzter Zeit sehr viele EU und UNESCO Mittel geflossen. Die ganze Anlage ist seit 1997 zum Weltkulturerbe erhoben. Wir meinen, dass die Investitionen gut für die Europäische Kultur und den Frieden angelegt sind. Ganz nebenbei haben wir den ehemaligen Landtagsabgeordneten vom Bodenseekreis zufällig in der Burg getroffen. Voll Information und vieler Eindrücke rechtschaffen müde fahren wir nach Danzig / Gdansk und beziehen unsere Zimmer um danach an der Bar den geselligen Part zu pflegen.
(Übernachtung im 4*-Hotel Scandic)

01.07.2011

Heute starten wir, um die Stadt Danzig / Gdansk  zu erkunden. Der Wetterbericht ist nicht besonders gut, aber wir lassen uns nicht abhalten, die eindrucksvolle Stadt zu erleben. Wir starten mit der Besichtigung des Doms in Oliva / Oliwa und hören wieder ein beeindruckendes Orgelkonzert in dieser Kirche, die ehemals zu einem Zisterzienser Kloster gehört hat. Hier könnte man einen ganzen Tag verbringen und den Park sowie den Palast der Äbte zu besichtigen. Aber Danzig ist so groß und wir haben nur begrenzt Zeit.
Also steigen wir in den Bus und fahren zum Grünen Tor und bewundern die Postkarten Ansicht, die schon endlos um die Welt ging. Wir schießen Fotos von der langen Brücke und den feinfühlig restaurierten Speichern, Toren und Wohngebäuden. Dann begeben wir uns in das Zentrum, in die Straße  „Langer Markt“ bis zu Goldenen Tor. Von dort vorbei am Zeughaus und natürlich zur Marienkirche, die als eine der größten Backsteinkirchen gilt. Die ausgiebige Besichtigung, wie übrigens auch die ganze Stadtbesichtigung führt Jacek. Dieses Gotteshaus ist weder mit dem Auge noch mit dem Fotoapparat zu erfassen.
Einige steigen noch im Turm die  400 Stufen auf die Höhe von 80 mtr und blicken auf die
Stadt herunter und können sich nicht vorstellen, dass diese Stadt nahezu vollständig zerstört war und wieder aufgebaut werden musste. Im Inneren des Turmes kann man an einigen Stellen die aufwändige Sanierung noch gut nachvollziehen, die zum Teil in Beton erfolgt ist. Die Bauleistung der Ersterbauung, aber auch der Sanierung verdient hohe Anerkennung. Wir machen noch eine kleinen Rundgang bei regnerischem Wetter und gehen zu Fuß zum Hotel zurück, das sich gegenüber des Bahnhofs befindet. Vor dem Bahnhof sehen wir ein Denkmal, das den jüdischen Kindern gewidmet wurde, die 1939 von hier nach England ausreisen konnten und somit gerettet wurden.
Das Abendprogramm war bei den Kaschuben in der Kaschubei ( ein Gebiet westlich von Danzig ) für uns vorbereitet. Mit Folklore, Tanz und Musik, wurden wir unterhalten und durften auch selber mit gestalten, sogar den Schnupftabak probieren. Ein gemütlicher Abend bei einem Volk, das noch ca 300.000 Mitbürger hat und derzeit sogar den polnischen Präsidenten stellt. Donald Franciszek Tusk ist Kaschube. Gut gelaunt und Bettreif fahren wir zurück zum Hotel.

02.07.2011

Es werden wieder Koffer verstaut und ab geht es in den Danziger Vorort Zoppot  / Sopot, der mit Danzig / Gdansk und Gdingen / Gdynia auch die Dreistadt genannt wird. Weil so eng zusammengebaut, besteht kaum eine Erweiterungsmöglichkeit.
Diese Stadt hat den Aufschwung zur Kurstadt einem in der Stadt zurückgebliebenen Arzt Napoleons zu verdanken, der die gute Luft als Markenzeichen „verkauft“ hat. Wir machen einen Spaziergang im Kurviertel und gehen auf der Mole und lassen uns die gesunde Luft um die Nase wehen.
Zurück im Bus fahren wir durch Gdingen / Gdynia und lauschen den Erklärungen von Jacek, der auch hier jedes Gebäude und dessen Architekten und Besitzer zu kennen scheint. Wir staunen immer wieder. Um Zeit zu gewinnen, machen wir die Mittagspause im „Hotel Peter“, also am Bus an einer Raststätte. Danach machen wieder einen nicht geplanten Abstecher und fahren durch das kleine, aber interessante Städtchen Stolp / Slupsk, das am Fluss Slupia liegt. Die Innenstadt ist liebevoll saniert und lädt ein zum Verweilen. Von hier ist es nicht weit in die Region kaschubische Seenplatte, oder zu den kleinen Badeorten an der Ostsee. Die Fahrt geht weiter in Richtung Stettin / Szczecin, unserer letzten Station in Polen. Wir werden am Hafen der Oderstadt mit Regen empfangen und machen natürlich trotzdem unseren Stopp am Hafen und sehen die Reste der Feierlichkeiten der Übernahme der Präsidentschaft des europäischen Rates.
Wir fotografieren die Regierungsgebäude der Wojewodschaft Westpommern / Zachodnio Pomorskie und fahren zum Hotel, beziehen die Zimmer und treffen uns zum Abendessen. Wir nutzen die Gelegenheit, uns bei unserem umsichtigen, verständnisvollen Fahrer Peter zu bedanken. Einen ganz besonderen Dank konnten wir unserem „Brückenbauer“ und Historiker Jacek aussprechen, der von ganzem Herzen kam. Er hat uns eine unvergessliche Reise mit nicht enden wollenden Erklärungen geboten. Viele konnten feststellen, das Beste, was sie bislang erlebt haben.
Nach dem Abendessen haben wir noch den anstehenden Abendspaziergang durch die Kernstadt Stettin / Szczecin gemacht. Erstaunlich ist, dass die Kirche Peter u Paul im letzten Krieg fast unbeschädigt erhalten geblieben ist. Dieses fast unscheinbare Gebäude ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Otto von Bamberg hat diese Kirche Anfang 12. Jht auf den Resten eines heidnischen Tempels erbaut. Die dreiköpfige Gottheit Triglaw wurde gestürzt und die Christianisierung nahm ihren Lauf. Der Weg führt uns weiter zum Schloßbereich, der ganz zerstört war und  originalgetreu wiederhergestellt wurde, allerdings ohne jegliche Ausstattung, die gänzlich vernichtet war. Dadurch fehlt diesem Schloss, aber auch dem Rest der Stadt das Innenleben, der Geist und die Ausstrahlung einer wirklich alten Stadt. Erst in den 80er Jahren ist der Wiederaufbau nach und nach erfolgt. Dabei hat Stettin ein lange, interessante Geschichte. So wurden aus Stettin drei Zaren an den russischen Hof „geliefert“. Katharina die Grosse, eine aus dem Hause Anhalt Zerbst und die Söhne Ihrer Nichte, die ebenfalls aus Stettin stammte.
Wir schließen diesen letzten Rundgang mit Jacek ab und lassen den Abend noch gemütlich im Hotel ausklingen.
Übernachtung im 4*-Hotel Radisson Blu in Stettin

03.07.2011

Heute ist Abschied von Polen und von der Gruppe angesagt und wir beladen den Bus mit System, damit wir nach dem ersten Stopp die Nordlichter verabschieden können.
So fahren wir über die Autobahn Richtung Süden und machen Halt am Flughafen Dresden, in Zittau, in Liberec und dann zum Schluß in Jablonec. Ein langer Tag für die, die noch weiter in die Heimat unterwegs sind.

Resümee:

Alle Teilnehmer fassten zusammen, dass es sich gelohnt hat, diese Reise zu unternehmen und dass die Erwartungen weit übertroffen wurden. Als das wichtigste Detail wurde die Begegnung mit unzähligen freundlichen, neugierigen, ausgeglichen und hilfsbereiten Menschen in Polen angesprochen.

Herzlichen Dank an Helmut und Jörg Scharff mit seinem Team für die sorgfältige Vorbereitung und an alle Reiseleiter vor Ort die für die vorbildliche Organisation und die sympathische Umsetzung der zusätzlichen Wünsche gesorgt haben!



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